20.05.2011

Ein Stoff für alle Fälle

Eine soeben eröffnete Plastik-Ausstellung in Bremen ist eine einzige Lobeshymne auf Kunststoff. Was dabei verschwiegen wird, ist das Problem der Entsorgung aber auch der Einfluss von Substanzen im Plastik auf den Menschen. Plastikprodukte enthalten Stoffe, welche schon in kleinen Mengen Einfluss auf das menschliche Hormonsystem haben. Dies zeigt nachweislich Folgen auf das Nervensystem, die Fortpflanzungsfähigkeit und die Entwicklung des Kindes im Mutterleib. Diese Stoffe werden unter anderem durch Reibung oder Wärme von Kunststoffgegenständen abgegeben und gelangen so in unsere Nahrungsmittel, in die Luft usw ...

Während Nahrungsmittel einer Deklarationspflicht unterstellt sind, können Verpackungshersteller ihre Zutaten als Firmengeheimnis verdeckt halten. Der Gefahr, dass die Konkurrenz die eigene geniale Rezeptur übernimmt, könnte damit entgangen werden, dass Patente erstellt werden. Die Dreigliederung geht aber noch einen Schritt weiter und will auch auf diese Verzichten, in dem sie die Forschung, welche in diesem Fall hinter der Herstellung von Verpackungsmaterial steht, über das Geistesleben und nicht das Produkt finanziert. In erster Linie geht es aber darum, das Interesse des Konsumenten nicht unter dem Deckmantel eines Firmengeheimnisses mit giftigen Stoffen zu versorgen.

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