28.04.2013

Hessnatur: Zum Hintergrund des Vergleichs mit der Kundeninitiative

Aus aktuellem Anlass veröffentlichen wir an dieser Stelle den jüngsten Newsletter der Initiative wir-sind-die-konsumenten.de:

Zum Hintergrund des Vergleichs mit der Kundeninitiative

Tagung: Geist = Kapital -
Grundlagen für ein assoziatives Wirtschaften

Öffentliche Tagung von Freitag, 24. Mai, bis Sonntag, 26. Mai: Geist = Kapital - Grundlagen für ein assoziatives Wirtschaften. Vorträge und Seminare mit Stephan Eisenhut, Udo Herrmannstorfer, Ralf Gleide, Thomas Brunner, Gunter Keller.

Arbeitsprozesse um der Bedürfnisbefriedigung und nicht der Profitmaximierung willen zu gestalten, offene Kommunikation und Kooperation statt strategische Täuschung und Konkurrenz – die Sehnsucht nach einer neuen Wirtschaftskultur ist groß. Wie kann eine „Humanisierung des Kapitalismus“ aussehen, die den Schwerpunkt nicht auf zentralistische Ge- und Verbote, sondern auf eine Stärkung des „geistvollen“ Gespräches und eine neue Vertrauensbildung legt?

Die Tagung lädt sowohl unternehmerisch Erfahrene als auch „wirtschaftliche Laien“ ein, zu diesen Grundfragen ins Gespräch zu kommen und gemeinsame Perspektiven zu vertiefen. Die Referenten werden alle das ganze Wochenende dabei sein und die Plenumsgespräche gemeinsam gestalten; im offenen Forum am Samstag können Initiativen vorgestellt werden. Wir freuen uns auf einen erhellenden und zu neuen Initiativen anstiftenden Arbeitsprozess!

Beginn Freitag, 24. Mai um 19 Uhr. Ort: Karl Ballmer Saal, SinneWerk, Liegnitzer Str. 15, 10999 Berlin. Tagungskarte: 35 Euro, ermäßigt 20 Euro. Förderkarte: 50 Euro. Einzelvortrag: 10 Euro, ermäßigt 7 Euro. Kontakt: Clara Steinkellner, clara.steinkellner(ät)sinnewerk.de. Weitere Infos:

www.sinnewerk.de

holländisch-deutsches Treffen: Die Finanz- und Schuldenkrise als Ich-Krise.

Freitag, 31. Mai 2013 – Sonntag, 2. Juni 2013: Perspektiven im Kontext der Sozialen Dreigliederung - Ein öffentliches holländisch-deutsches Treffen in Barchem.
Die gegenwärtige weltweite Finanzkrise eröffnet in vielen Feldern ein Nachdenken über zukunfts- fähige Perspektiven im Zeitalter wirtschaftlicher Globalisierung. Als Fortsetzung einiger Treffen in Holland seit 2005, auf denen in einem deutsch-holländischen Dialog gemeinsam an sozialen Themen gearbeitet wurde, wird nun im Kontext der Finanzkrise, von Fr., 31. Mai – So., 2. Juni 2013 in den östlichen Niederlanden eine deutsch-holländische Tagung stattfinden. Während dieses Treffens ist Raum für Gespräch, Begegnung und gemeinsame Erkenntnisarbeit. Dazu werden verschiedene Vorträge gehalten.
U.a. wirken mit: Ruud Thelosen (Hochschulprofessor, Schriftsteller des Buches Trias Politica Ethica), John Hogervorst (Herausgeber der Zeitschrift Driegonaal), Jac Hielema (Herausgeber der anthroposophischen digitalen Zeitschrift Aardespiegel), Mitglieder der Werkgemeenschap voor maatschappelijke Driegeleding, Mitglieder der Belgischen Sozialen Sektion der Anthroposophischen Gesellschaft und das Institut für soziale Dreigliederung (Berlin), Clara Steinkellner und Thomas Brunner (Freie Bildungsstiftung).
31. Mai, 15 Uhr bis 2. Juni, 15 Uhr. Ort: Woodbrokershuis, Barchem (Acherhoek). Anmeldung und weitere Informationen: Martijn Mullink, mart.mullink@gmail.com
Flyer und Programm: www.dreigliederung.de/download/2013-05-31-tagung-niederlanden.pdf

Forum: Menschenbildung in einer globalisierten Welt -
Vom staatlichen Pflichtschulsystem zur freien Bildungslandschaft

Am Samstag, den 18. Mai, findet um 16:00 Uhr das 9. Sozialwissenschaftliche Forum in Berlin statt, diesmal mit Clara Steinkellner

„Wir werden eines Tages aufwachen und uns fragen, was wir da getan haben, indem wir mit diesem Schulsystem weltweit Millionen von unschuldigen Menschen jedes Jahr aufs Neue als Versager abstempeln!" sagt der indische Grassroot-Aktivist Manish Jain. Die „Schulfrage" ist heute eine globale Frage - das Modell der staatlichen Pflichtschule mit Jahrgangsklassen, Fächerkanon und Zensuren und Züchtigung ging mit der Kolonialisierung als „Prototyp moderner Bildung" um die Welt. Warum brauchen wir gerade im 21. Jahrhundert mehr Freiheit und Vielfalt im Bildungswesen? Warum ist es an der Zeit, dass die Zuständigkeit für die Bildung vom Staat an die Zivilgesellschaft übergeht? Was bedeutet das für die Schulpflicht, das Abitur und die Bildungsfinanzierung?

Diese Fragen sollen im Vortrag von Clara Steinkellner vertieft und in der anschließenden Diskussion gemeinsam weiterbewegt werden. Um 18 Uhr gibt es dann wieder ein Initiativenforum, bei dem jeder Besucher, der möchte, seine eigene Initiative vorstellen kann. So können sich initiative Menschen wahrnehmen und allmählich vernetzten. Wer mag, kann außerdem auch um 20 Uhr am Vorbereitungstreffen fürs nächste Sozialwissenschaftliche Forum teilnehmen.

Beginn: 18. Mai, 16 Uhr. Ort: Robert Havemann Saal, Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Str. 4, Berlin-Friedrichshain. Eintritt frei, Spenden erbeten! Kontakt: Stefan Böhme, Tel.: 030 4857590, kontakt@freiebildungsstiftung.de. Mehr Infos und Flyer zum download:

http://www.sozialwissenschaftliches-forum.de

20.04.2013

Hessnatur schließt Vergleich mit Kritikern

Nach umfangreichen und langwierigen Verhandlungen ist es nun gelungen, einen Vergleich zwischen Hessnatur und den Betreibern von wir-sind-die-konsumenten.de herbeizuführen. Die Parteien haben sich geeinigt, wobei es den Kritikern erlaubt bleibt, weiterhin ihre Recherchen und kritischen Artikel zu veröffentlichen. Sollte es erneut zu einer Auseinandersetzung zwischen den Parteien kommen, so sieht der Vergleich die beidseitige Verpflichtung vor, dass die Parteien erst miteinander sprechen müssen, bevor der gerichtliche Weg eingeschlagen werden kann. Ehemalige Hessnatur-Kunden hatten insgesamt 5.485 Euro gespendet, um Mosmann und Schurack gegen Hessnatur zu unterstützen. Dadurch konnten die Kosten der Auseinandersetzung vollständig gedeckt werden. Offen bleibt die Frage ... vollständige News lesen:

News: Hessnatur schließt Vergleich mit Kritikern

Mehr Infos: Erklärung von Mosmann und Schurack über den Vergleich

Chronologie der Ereignisse

17.04.2013

Steiners Kampf für eine solidarische Wirtschaft aus der Sicht eines Zeitzeugen

Eugen Benkendörfer beschreibt in diesem Aufsatz von 1921 die Idee und die konkreten Maßnahmen, die Rudolf Steiner zum Aufbau einer solidarischen Wirtschaft unternahm. "Stellt man die Wirtschaft in Selbstverwaltung, ohne daß Rechtsfragen in ihrer Sphäre in störender Weise sich abspielen, dann erst ist die Gewähr geboten, daß die Wirtschaft in gesunder Weise gemäß den ihr innewohnenden Gesetzen ablaufen kann. Die heutige privatkapitalistische Wirtschaft ist ganz und gar eingestellt auf Produktions- und Profitinteresse; auf den Konsum wird im Grunde überhaupt keine Rücksicht genommen, jedenfalls nie mehr, als es das Produktionsinteresse erfordert. Gerade an diesem Punkte kann und muß angesetzt werden. Im Laufe der Zeit, besonders aber in den letzten Jahrzehnten ist der Sinn für den Bedarf des Nächsten nach und nach vollständig verloren gegangen; dieser Sinn muß wieder geweckt werden. Man muß sich bemühen, die Bedürfnisse der andern kennen zu lernen, sie festzustellen, nicht wie es heute üblich ist, durch nachträgliche Statistiken, sondern durch die vorhandenen Beziehungen von Mensch zu Mensch, in erster Linie durch die heutigen Agenten, Reisenden, Vertreter ..."

Eugen Benkendörfer: Das wirtschaftliche Assoziationssystem in seinem Verhältnis zum Staat und zum freien Geistesleben

Weitere historische Texte der Dreigliederungsbewegung - von 1792 bis heute

Ermöglichen Sie uns, weiterhin solche Texte verfügbar zu machen.

Carl Unger: Zur Geschichte der sozialen Dreigliederung

Carl Unger war Weggefährte Rudolf Steiners und Augenzeuge der sich überstürzenden Ereignisse, die er in diesem Aufsatz von 1919 schildert. "Im Januar begab sich eine Abordnung in die Schweiz, um Dr. Steiner, welcher am Goetheanum in Dornach (Freie Hochschule für Geisteswissenschaft) arbeitete, zu bitten, den Impuls für diese Volksbewegung zu geben, und ihn nach Deutschland einzuladen. Er verfaßte nun den Aufruf "An das Deutsche Volk und an die Kulturwelt"... Ende März lagen schon die Einladungen der Arbeiter- und Angestelltenausschüsse einer Reihe von großen und kleinen Betrieben vor, daß Dr. Steiner für die Arbeiterschaft Vorträge über seine Vorschläge halten möge. Anfang April bildeten sich aus dem Verständnis für den Aufruf heraus einige Betriebsräte im Sinne der Dreigliederung des sozialen Organismus. Am Ostersonntag, den 20. April traf Dr. Steiner in Stuttgart ein, und wenige Tage später erschien sein Buch «Die Kernpunkte der sozialen Frage in den Lebensnotwendigkeiten der Gegenwart und der Zukunft». Sogleich am 22. April fand eine Versammlung der Unterzeichner des Aufrufs von Stuttgart und Umgebung statt, in welcher Dr. Steiner die Zuhörer zu begeisterter Zustimmung hinriß..."

Carl Unger: Zur Geschichte der sozialen Dreigliederung

Weitere historische Texte der Dreigliederungsbewegung - von 1792 bis heute

Ermöglichen Sie uns, weiterhin solche Texte verfügbar zu machen.

10.04.2013

Der Kapitalist als Schuldner - Ein Essay von
Manfred Kannenberg-Rentschler

"Dem sozialwissenschaftlich produktiven Können des Malers und Philosophen Karl Ballmer begegnete ich anfangs der siebziger Jahre des 20. Jhd. in Berlin mehr zufällig in seinen Texten "Der Kapitalist als Schuldner" (5 Aufsätze 1953 für die "Berner Tagwacht"), "Eine Konzeption des Kapitalismus" (1946), "Eure 'Wiedervereinigung', Brief nach Deutschland" (1956) und "Die Aktie, Symbol der Schande" (1957) – im Antiquariat des Bücher-Kabinetts. Sie erwiesen sich für mich als "Lesehilfen" (Cuno) für Steiners "Nationalökonomischen Kurs" und seine "Kernpunkte der soziale Frage", die ich damals kaum verstand bzw. mit eigenen Beobachtungen verbinden konnte. Sie sind in diagnostischer und politischer Genauigkeit von beklemmender Aktualität..."

Manfred Kannenberg-Rentschler: Der Kapitalist als Schuldner

Karl Ballmer auf menschenkunde.com: 5 Aufsätze die soziale Frage betreffend

Thomas Brunner: Erkenntnistheoretische Notizen zur sozialen Frage der Gegenwart

Das bedingungslose Grundeinkommen als abstrakter Schwellenbegriff einer neuen menschlichen Sozialkultur. "Ein Blick in die Gegenwart zeigt, dass gerade angesichts der Finanz- und Staatsverschuldungskrise wiederum zwei altbekannte Positionen mit neuer Deutlichkeit hervortreten: einerseits diejenige, die als Fehlentwicklung vor allem die zunehmende staatliche Normierung durch einen überbordenden „Sozialstaat“ sieht, deshalb mehr individuelle Freiheit fordert und „private Solidarität“ propagiert; andererseits die Position, die meint, die sozialen Fehlentwicklungen der letzten Jahre könnten nur durch einen erstarkten Steuerstaat wieder ausgeglichen werden. Exemplarisch zeigen sich diese beiden Positionen in zwei aktuell erschienen Büchern..."

Thomas Brunner: Erkenntnistheoretische Notizen zur sozialen Frage der Gegenwart

Mehr Texte von Thomas Brunner

03.04.2013

Stephan Eisenhut: Soziale Strukturen und die Macht der Religionen

"Die christlichen Konfessionen haben auch im säkularisierten Europa auf die Ausbildung der sozialen Struktur einen wesentlich größeren Einfluss, als gemeinhin angenommen wird. Der Autor deckt deren Rolle bei der Schaffung der Europäischen Währungsunion auf und zeigt dann, wie die Idee des wirtschaftlichen Interessenausgleichs durch falsche Wirtschaftsstrukturen korrumpiert wird. Da der Ursprung dieser Wirtschaftsstrukturen in Geisteshaltungen begründet ist, werden diese in einem letzten Abschnitt beleuchtet und mit dem Weg der anthroposophischen Geisteswissenschaft konfrontiert. ..."

Veranstaltungen mit Stephan Eisenhut.

Agora-Agenda druckt Kritik am bedingungslosen Grundeinkommen ab

Die Agora-Agenda, eine anthroposophische Veranstaltungszeitschrift für die ganze Schweiz, hat in ihrer März-Nummer die Einleitung von Sylvain Coiplet zu einer Quellensammlung zum Grundeinkommen in voller Länge abgedruckt. Dem Redakteur Alfons Wirth ging es darum, eine Verwechslung des bedingungslosen Grundeinkommens mit der sozialen Dreigliederung zu vermeiden: «Steinerschulen, Anthroposophische Gesellschaft, Christengemeinschaft, sie alle legen Wert darauf, dass sie getragen sind von Geldern, die aus freier Einsicht gegeben werden. Für mein Empfinden steht da das bedingungslose Grundeinkommen sehr quer dazu. An die Stelle eines Quellpunktes zwischen Ich und Ich stellt sich ein anonymes Staatsgebilde, das zwangsweise Geld eintreibt und als Allmächtiger wieder verteilt.»

Wie dringend nötig eine solche Klarstellung ist, hat sich bei der Konferenz zum Grundeinkommen im Goetheanum am 9. März 2013 gezeigt. Das Ziel war angeblich, das bedingungslose Grundeinkommen kontrovers zu diskutieren. In der Einladung wurden aber nur Kritikpunkte erwähnt, die gerade nichts mit Rudolf Steiners Ansatz einer sozialen Dreigliederung zu tun haben. Stattdessen wurde die Filmpremiere eines Verfechters des bedingungslosen Grundeinkommens gefeiert, der auch noch alle Podiumsdiskussionen moderieren durfte. Kein Wunder, wenn sich nach einer solchen Ankündigung kein ernsthafter Kritiker dorthin getraut hat!


Agora-Agenda 4/2013
Replik von Johannes Müller auf Sylvain Coiplet (PDF, Seite 14)

19.02.2013

Zwei Initiativen

Ich habe zwei neue Einträge auf unsere Initiativenseite gestellt. Die Neuguss ist ein Unternehmensmodell, welches seine wirtschaftliche Motivation nicht aus dem Privateigentum bezieht. Der zweite Eintrag geht um projekt.zeitung, daß in seiner letzten Ausgabe einen Einblick in die Neuguss geben konnte.

05.02.2013

Der Rundfunkbeitrag als Symbol kultureller Entmündigung

Unser Kollege aus Freiburg, Werner Breimhorst, lehnt die Zahlung des Rundfunkbeitrages ab, weil er findet, dass es in einem modernen demokratischen Staat nicht sein darf, dass ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk in der Weise und in dem Umfang im Bereich des Kultur und der freien Medien tätig wird, wie es derzeit in Deutschland geschieht.

Werner Breimhorst: Der Rundfunkbeitrag - Symbol kultureller Entmündigung

neuguss - Wirtschaft ohne privates Eigentum?

Unter dem Dach der Neuguss arbeiten 5 verschiedenste Tochterunternehmen.Was haben Metallverarbeitung, Wachsmalstifte-Produktion, Versandhandel und Druckerei gemeinsam? Warum diese spezielle Rechtsform? ›Die Neuguss gehört niemandem‹, hat ein Wirtschaftsprüfer festgestellt. Wie kann ein Unternehmen erfolgreich arbeiten, wenn es niemand als Eigentum in der Hand hat? Woher kommt die Motivation, wenn nicht aus dem privaten Eigentum?


Essay: neuguss - Wirtschaft ohne privates Eigentum?
Festschrift zu 40 Jahre Neuguss ist bestellbar unter: www.projektzeitung.org

04.02.2013

Institut für soziale Dreigliederung gründet gemeinnützige Unternehmergesellschaft

Nach 13 Jahren der freien Zusammenarbeit hat sich das Berliner Institut für soziale Dreigliederung nun die Rechtsform einer gemeinnützigen Unternehmergesellschaft gegeben. Damit kann das Institut die individuelle Haftung seiner Mitglieder beschränken, die freie und kostenlose Verfügbarkeit seiner geistigen Erzeugnisse sichern, und von der Steuer absetzbare Spenden entgegennehmen. Die Mitarbeiter des Instituts betonen, dass damit ein juristisch notwendiges Instrument geschaffen, jedoch nichts "gegründet" wurde. Gegründet wurde das Institut vor 13 Jahren als ein freier Arbeitszusammenhang, und als solcher begründet es sich täglich aufs neue.

Für 2013 sind zahlreiche neue Projekte geplant. Um die dafür noch fehlenden Mittel in Höhe von mindestens 31.000 Euro aufzubringen, hofft das Institut auf die Unterstützung der Menschen, die in seiner bisherigen Arbeit etwas Berechtigtes sehen. Auch kleine Beträge sind eine große Hilfe.

News: Institut für soziale Dreigliederung gründet gemeinnützige Unternehmergesellschaft

Kommentar von Johannes Mosmann: Die Rechtsform ist ein Kuckucksei

Essay: Die Rechtsform ist ein Kuckucksei

Spätestens mit der "Gründung" einer sozialen Initiative wird in ihr selbst genau das Antisoziale wirksam, was sie draußen in der Welt bekämpfen möchte. Wie also ist eine soziale Unternehmung überhaupt möglich? Und was ist nötig, um eine Initiative zu "gründen"? Ein Kommentar von Johannes Mosmann anlässlich der "Gründung" des Instituts für soziale Dreigliederung.

Johannes Mosmann: Die Rechtsform ist ein Kuckucksei

News: Institut für soziale Dreigliederung gründet gemeinnützige Unternehmergesellschaft

Gesellschaftsvertrag der "Institut für soziale Dreigliederung (staatsunabhängig) gemeinnützige UG (haftungsbeschränkt)"

Dass der amtliche Name ein Zungenbrecher wurde, geschah nicht ganz freiwillig: Das Finanzamt machte uns klar, dass Menschen ihre Bildung für gewöhnlich mit dem Staat assoziieren, und uns daher fälschlicherweise mit einer staatlichen Einrichtung verwechseln würden, sollten wir das Wort "Institut" nicht durch einen Zusatz als ein nicht-staatliches Institut kennzeichnen. Die Gefahr einer derartigen Verwechslung war uns nicht weniger unheimlich, weswegen wir uns beeilten, die Unabhängigkeit unseres öffentlichen Instituts von staatlicher Beeinflussung durch das Wort "staatsunabhängig" zu kennzeichnen. Der Gesellschaftsvertrag selbst wird nicht nur für potentielle Spender, sondern wegen seiner kleinen Besonderheiten vielleicht auch für die eine oder andere Initiative "in Gründung" interessant sein...

Gesellschaftsvertrag (PDF) der "Institut für soziale Dreigliederung (staatsunabhängig) gemeinnützige UG (haftungsbeschränkt)"

Das Team des Instituts für soziale Dreigliederung

Harald Weil: Die Menschentombola

"Und weil das alles so schön menschlich ist, dachte sich der Bildungsträger: wo menschelt es mehr, als auf einem Weihnachtsmarkt, wo lieblicher Bratwurstduft die Gemüter beglückt und die Menschlein von vielen Litern Glühwein beseelt sich alle ganz doll liebhaben! Das ist der richtige Ort wo wir auch für unsere lieben Arbeitslosen etwas Gutes tun können. Denn Gutes wollen wir ja tun, sehen wir uns doch an der «Schnittstelle zwischen unternehmerischem Auftrag und sozialer Verantwortung». Und so ersann die DG Mittelrhein einen «innovativen Ansatz mit Arbeitgebern in Kontakt zu treten.» Sie veranstaltete eine lustige Tombola auf dem Weihnachtsmarkt in Bendorf, bei der Firmen, die für die Lose nichts zahlen mussten, (welch zu Herzen gehender menschlicher Ansatz), sich liebe Arbeitslose als Gewinn ziehen konnten..."

Harald Weil: Die Menschentombola
Mehr Texte von Harald Weil

22.01.2013

Hessnatur: Gericht entscheidet für Kritiker - Verfügung gegen wir-sind-die-konsumenten.de aufgehoben!

Mit Beschluss vom 17. Januar hat das Landgericht Frankfurt die einstweilige Verfügung gegen die Kundeninitiative wir-sind-die-konsumenten.de aufgehoben. Es ging dabei um Aussagen über eine finanzielle Verflechtung zwischen dem neuen Hessnatur-Eigentümer und der Rüstungsindustrie. Das Gericht äußerte Zweifel am Wahrheitsgehalt der eidesstattlichen Versicherung von Marc Sommer...

Pressemitteilung lesen: Hessnatur: Gericht entscheidet für Kritiker - Verfügung gegen wir-sind-die-konsumenten.de aufgehoben!

18.01.2013

Bauernmut für Erdengut

Wir stehen im Moment vor dem Ausverkauf der Landwirtschaftlichen Fläche im Osten Deutschlands. Die Zeit drängt und die junge Initiative „stoppt- landgrabbing“ kämpft um Schadensbegrenzung. Sie richtet Ihren Appell an das Bund-Länder-Treffen der Agrar- und Finanzminister am 30.1.2013, die Vergabekriterien zu Gunsten einer bäuerlichen Agrarstruktur zu ändern. Jeder ist aufgerufen unsere Bauern zu unterstützen: persönlicher Brief, Appell an Bund – Länder-Treffen oder auf der Demo „Wir haben es satt“ am 19.1.2013 in Berlin.

Elisabeth Weber: Bauernmut für Erdengut

Die staatlich erzwungene Wahrheit - GEZ macht Putin Konkurrenz


Aufgrund der positiven Resonanz veröffentlichen wir an dieser Stelle den Einleitungstext unseres Newsletters vom Januar

Liebe Freunde,
Liebt Ihr die nationale Euphorie einer Fussball-WM? Oder Günther Jauch? Und wer von Euch teilt das naiv-beschauliche Weltbild, das von ARD und ZDF als "Nachricht" verbreitet wird? Nun, solange Ihr die horrenden Kosten für Fusball-Übertragungsrechte und Jauch-Honorare selbst bezahlt, geht mich das eigentlich gar nichts an. Seit Jahresanfang muss aber jeder dafür bezahlen. Also auch ich. Die GEZ-Gebühren werden jetzt nämlich pro Haushalt erhoben, unabhängig davon, ob das "Angebot" überhaupt wahrgenommen wird. Das heisst aber, ab sofort ist jeder Bürger gezwungen, diesen gigantischen, menschheitsverdummenden Spaßapparat zu unterstützen.

Johannes Mosmann: Die staatlich erzwungene Wahrheit - GEZ macht Putin Konkurrenz

08.01.2013

Was verbindet Individuen zu einer Weltwirtschaft?

Sonntag, 17.02., ab 09 Uhr: Vortrag und Gespräch mit Johannes Mosmann

Durch Arbeit und Konsum ist heute jeder Mensch auf dieser Erde unsichtbar an den anderen geknüpft. Von der Gestalt dessen, was sich dabei zwischen den Menschen bildet, hängt unmittelbar die Existenz des Individuums ab. Gegenwärtig liegt jener Zwischenraum jedoch vollständig außerhalb unseres Bewusstseins, und bildet sich ohne unser willentliches Zutun. Was also verbindet Individuen zu einer Weltwirtschaft? Und wie können wir darin aufwachen und dem Zwischenraum von innen heraus die Richtung unseres Wollens geben, anstatt ihm weiterhin erfolglos von Außen einen "Rahmen" zu setzen? Gegenüber der herrschenden Ideologie einer "unsichtbaren Hand", die vom Staat "geregelt" werden könne, soll hier ein praktischer Weg aufgezeigt werden, wie der Mensch das "unsichtbare" sichtbar machen, und die Wirtschaft von ihrem Quell aus gestalten kann. Goetheanum, Rüttiweg 45, CH-4143 Dornach 1

Anfahrt und Kartenreservierung auf der Webseite des Goetheanums

Texte von Johannes Mosmann auf dreigliederung.de

Wie begegnen wir der Arm-Reich-Schere?

Freitag 18. Januar, 20 Uhr: Vortrag und Gespräch mit Thomas Brunner

Wie können die Fehlentwicklungen, die durch die internationale Finanzkrise erschreckend zu Tage getreten sind, wieder ausgeglichen und zukünftig verhindert werden? Enormen privaten Vermögens­Bündelungen stehen immense Staatsschulden gegenüber. Offensichtlich kommt das Modell des Sozialstaates als „Reparatur-Werkstatt“ zur Behebung der durch wirtschaftlichen Egoismus erzeugten gesellschaftlichen Schäden an seine Grenzen. Wie können aus der Zivilgesellschaft ein neues Rechtsgefühl und wirtschaftliche Solidaritätsimpulse erwachsen? Karl Ballmer Saal, Liegnitzer Straße 15, 10999 Berlin. Eintritt frei, Spenden erbeten.

Mehr Infos auf der Webseite des Sinnewerks

Weitere Veranstaltungen im Karl Ballmer Saal (PDF)

Sozialwissenschaftliches Forum mit Udo Herrmannstorfer: Wohin treibt die Wirtschaft?

Samstag, 12.01.2013, 16:00 Uhr, Karl-Ballmer-Saal, Liegnitzer Str. 15, Berlin-Kreuzberg.

Der als Berater von Unternehmen und Einrichtungen tätige Udo Herrmannstorfer wird diesmal über neue Formen des wirtschaftlichen Miteinanders sprechen. Angesichts der mit der Globalisierung verbundenen sozialen Verwerfungen und des sich daran entzündenden Unrechtsempfinden erwacht nach und nach die Einsicht, dass die Ökonomie selbst jenseits von staatlicher Wirtschaftspolitik einer Erweiterung oder Erneuerung bedarf, wenn andere Verhältnisse eintreten sollen. „Anderes Wirtschaften“ ist gefordert: Solidarität, Verteilungsgerechtigkeit, Gemeinwohl, Fairtrade gelten als Beispiele für neue Kriterien ökonomischer Bestrebungen, wie sie bisher nicht üblich waren.

Eine Weiterentwicklung dieser „Zukunftskeime“ liegt, so Herrmannstorfer, in einer gestalteten Zusammenarbeit der einzelnen Wirtschaftsbetriebe, also in einer Erweiterung der „einzelbetriebswirtschaftlichen“ Sicht im Sinne einer „assoziativen Vernetzung“. Diese braucht jedoch andere Denk- und Empfindungsweisen als die in der Wirtschaft üblichen, also auch die dazu geeigneten Verhaltensweisen und Strukturen.

Mehr: Das 8. Sozialwissenschaftliche Forum mit Udo Herrmannstorfer

Texte von Udo Herrmanstorfer auf dreigliederung.de

Guido Preparata: Rudolf Steiner and the Social Economics of an Anarchist Utopia

Guido Giacomo Preparata taught political economy at the University of Washington and serves as lecturer in criminology. In 2005 he published "Conjuring Hitler - How Britain and America Made the Third Reich", and 2011 "The Ideology of Tyranny". Excerpts can be read on his interesting website guidopreparata.com. The present Essay was first published in "Review of Radical Political Economics 2006 38: 619", and appears here with the kind permission of the author.

Guido Preparata: Rudolf Steiner and the Social Economics of an Anarchist Utopia

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