20.12.2011

Erziehungskunst: Von der Phrase zur Lüge

"Auf der Delegiertenversammlung der Waldorfschulen im März 2009 wurde nach ausdauerndem Betreiben des Vorstands der Entschluss gefällt, die «Erziehungskunst» durch Pflichtbeiträge der Waldorfschulen zu finanzieren. Nun muss doch die prinzipielle Frage gestellt werden, wie es unter dem Gesichtspunkt der geistigen Freiheit überhaupt sein kann, ein Blatt durch solche demokratisch beschlossenen generellen Zahlungen aufrecht zu erhalten? Hat sich darüber hinaus jemals einer der Verantwortlichen die Frage gestellt, wie solch ein scheinbares «Gratisblatt» einerseits auf die Gesinnung der Lesenden bezüglich geistiger Güter und andererseits – als Folge dieser Gesinnung – auf den Markt der anthroposophischen Zeitschriften einwirkt, die einer solch umfangreichen Subvention entbehren?"

Stephan Böhme: Von der Phrase zur Lüge