05.11.2010

Die Rückkehr des Nazismus

"Sarrazin ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass der SPD-Politiker vielen Menschen in Deutschland aus der Seele zu sprechen scheint. Dieses „aus der Seele sprechen“ für diejenigen, die ihre Intelligenz offenbar tatsächlich geerbt haben, ist das, was in Deutschland derzeit unter dem Arbeitstitel "Integrationsdebatte" zelebriert wird. Aber wieso ausgerechnet jetzt? Kein ausländischer Krimineller bietet sich derzeit als Sündenbock an. Die Zuwanderung ist seit Jahren rückläufig. Woher also plötzlich die gesteigerte Ausländerfeindlichkeit? Die Islamische Zeitung schreibt: „Man kann getrost davon ausgehen, dass es bei diesem Projekt nicht nur um die Rettung des deutschen Vaterlandes geht, sondern in erster Linie auch um die Rettung der Interessen der Vermögenden im Lande"..."

Johannes Mosmann: Die Rückkehr des Nazismus

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Lieber Herr Mosmann
auf Ihren Text bin ich in der Zeitschrift 'Agora' gestossen. Ich weiss zwar nicht was er dort bezwecken sollte, vielleicht fehlte einfach ein anderes Thema. Um es vorweg zu nehmen: ich habe auch etwas gegen Rattenfänger, ich will mein Vermögen nicht retten, ich habe gar keines. Herr Sarrazin hat sicher an einigen Stellen seines Buches danebegegriffen oder sich etwas unklar ausgedrück. Die Intelligenz der verschiedenen Völker könnte man ja leicht wissenschaftlich feststellen, wenn man wollte.
Ich weiss nicht, welche Ausländer Sie meinen, diejenigen aus dem Balkan oder aus der Türkei, oder die zunehemenden Flüchtlingsströme, die aus Afrika in den EU-Raum drängen oder die Romas aus dem Osten, die bettelnd und stehlend durch Europa ziehen? In welcher Umgebung Sie leben weiss ich auch nicht, denke aber, dass Sie keinen wirklich nahen Kontakt zu Ausländern haben, sonst wüssten Sie, dass die meisten Ausländer beim Wort Integration nur ein höhnisches Achselzucken haben. (Ich meine nicht die Arbeitstätigen, die vor 40 - 50 Jahren gekommen sind, sondern die Jüngeren, die gekommen sind, weil es sich halt bei uns etwas leichter leben lässt als in ihrer Heimat.)
Ich finde es, gelinde gesagt, eine Frechheit, mich in eine Nazi-Ecke zu stellen, wenn ich mich dagegen wehre, dass meine Enkel in eine Schulklasse gehen, die über 90% Ausländer hat, die kaum Deutsch können. Schulabgänger die nur eine Mischung aus Albanisch, Serbo-kroatisch, Türkisch und etwas Deutsch sprechen werden kaum die Text von Rudolf Steiner lesen und früher oder später wird es mit der geistigen Freiheit Mitteleuropas vorbei sein.

Ein besorgter Grossvater und Mitteleuropäer

Johannes Mosmann hat gesagt…

Sehr geehrter Herr Anonym,

In die rechte Ecke haben Sie sich mit diesem Post selber gestellt. Mir passt weder der Ton, in dem Sie über Roma schreiben, noch Ihre Abneigung, Ihre Enkel mit Ausländern in die Klasse zu schicken, noch Ihre phantastische Äußerung über die Haltung der Ausländer zur Integration. Gerade letztere beweist, was ich mit meinem Essay zeigen wollte, dass sich nämlich hinter dem Integrationsgerede in den meisten Fällen bloß Rassismus verbirgt. Wie kommen Sie nämlich darauf, dass die meisten Ausländer für das Wort "Integration" nur ein Achselzucken übrig haben? Leben Sie auf dem Dorf? Ich lebe in Neukölln, und ich gebe seit vielen Jahren ehrenamtlich Deutsch-Unterricht für Ausländer. Ich weiß aus Erfahrung, dass die meisten leider nicht nur deutsch denken, sondern 150% deutsch denken, das heisst, ihre Kinder verstärkt zur Leistung im Sinne unseres kranken Leistungsbegriffs anspornen, weil sie schlicht Angst vor dem Rassismus der Deutschen haben, und das heisst, dass viele die Integrationsslogans von Merkel und Co derart verinnerlicht haben, dass sie selber fordern: wer hier lebt, muss sich anpassen. Das ist natürlich auch ein Hohn, allerdings ein Hohn auf die Freiheit. Dass Sie außerdem offenbar von Ausländern verlangen wollen, Rudolf Steiner zu lesen, will ich jetzt gar nicht mehr kommentieren, das ist wirklich zu abgeschmackt. Weitere Posts von Ihnen werde ich übrigens nur dann für eine Veröffentlichung in Erwägung ziehen, wenn Sie sich namentlich zu erkennen geben.

Mit freundlichen Grüßen
Johannes Mosmann

Anonym hat gesagt…

Lieber Herr Mosmann
es ist Ihr gutes Recht meinen Text sogleich wieder zu löschen, das kann mir auch recht sein. Ihre Drohung zeigt nur, dass Sie keine Kritik ertragen (ein Merkmal der Deutschen - leider) und sie zeigt, dass Sie kein Einfühlungsvermögen haben, zu verstehen, was Millionen von Menschen aus der Unterschicht bewegt. Mein Name tut hier nichts zur Sache.
Ihr besorgter Grossvater