16.02.2009

Joseph Beuys: Anekdote zum geistigen Eigentum

Am 23. 12. 1978 schaltete Joseph Beuys in der Frankfurter Rundschau eine Anzeige mit dem Titel "Aufruf zur Alternative". Darin greift er sowohl das kapitalistische als auch das sozialistische System scharf an und fordert die Öffentlichkeit dazu auf, einen "Dritten Weg" jenseits der beiden vermeintlich polaren Systeme zu gehen. Diesen dritten Weg beschreibt er dann im Sinne von Rudolf Steiners Idee der sozialen Dreigliederung, und zwar nach der Interpretation von Wilhelm Schmundt. Verfasst hat Beuys den Aufruf gemeinsam mit Wilfried Heidt und Peter Schata.
Wir hatten diesen öffentlichen Aufruf zu einer Umgestaltung des sozialen Lebens im Sinne der Dreigliederung, wozu bekanntlich ja auch die Idee gehört, dass es keinen käuflichen Privatbesitz an Ideen geben kann, auf unsere Webseite www.dreigliederung.de genommen - auf jene Webseite also, mit der wir den öffentlichen Aufruf und die gemeinsame Idee von Steiner, Schmundt, Heidt, Schata und Beuys unterstützen. Dann meldete sich die VG Bild-Kunst bei uns: wenn wir diese Idee weiter verbreiten wollen, müssen wir jeden Monat über 10 Euro dafür bezahlen. Dazu waren wir nicht bereit, und dürfen deshalb den öffentlichen Aufruf von Joseph Beuys der Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich machen.
Offensichtlich arbeitet die VG Bild-Kunst gegen die Interessen des Künstlers, dessen Rechte sie angeblich vertritt. Hier das Schreiben der VG Bild-Kunst:
VG Bild-Kunst will Geld für öffentlichen Aufruf zur Sozialreform

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